Über mich und das, was ich will

Über mich

Meinen Kindheitstraum vom Leben mit Pferden habe ich über 20 Jahre gelebt. Es war eine gute Zeit, mit den Pferden habe ich viel gelernt und  andere Menschen therapeutisch begleitet. Allmählich ging die Freude daran verloren – es ist Zeit für neue Träume. Für die Pferde habe ich 2020 gute Plätze gefunden. Ein ganz neuer Lebensabschnitt hat begonnen – ich bin gespannt.

Ich habe mir Zeit für ein neues Hofkonzept genommen, um zu entdecken, was ich  wirklich will. Die Homepage gestalte ich allmählich neu, übergangsweise ist vieles nicht fertig oder gerät durcheinander – aber so ist das Leben eben…


Was ist wirklich mein Traum, wie lebe ich den??? Es ist nicht leicht, merke ich…

Ich träume von einer Welt in der Menschen sich selbst und anderen vertrauen, sich nicht gegenseitig immer weiter und immer wieder verletzen. Mit Verzweiflung bleibt niemand allein. Bei anderen Halt finden und anderen Halt geben ist selbstverständlich.

Menschen fühlen sich miteinander verbunden – genau wie mit der Natur und allem, was da ist. Die Erde und alles, was darauf ist, wird nicht ausgebeutet. Alles dient irgendwie einander, gehört zusammen. Gemeinsam gelingt es, die Grundlagen des Lebens auf der Erde zu bewahren.

Jeder lebt seine wirklichen Bedürfnisse und braucht nicht immer mehr. Inneres Wachstum ist das Ziel, auf dem Weg brauchen wir einander und sind miteinander verbunden.

Alles und jeder hat den Raum, der wirklich gut ist. Teilen ist besser als besitzen, besitzen zum Teilen. Menschen gehen achtsam miteinander um, setzen Grenzen und öffnen Grenzen – so wie es gerade richtig ist.

Es ist manchmal schwer miteinander. Grad das hilft zum Lernen. Sich verständlich machen, verstehen und andere Sichtweisen Dasein lassen ist der Weg. Zuhören und verstehen ist wichtiger als überzeugen wollen. Das mache ich und so begegnen mir andere.

Dazu möchte ich beitragen mir allem, was ich mache. Ich gehe Schritte auf dem Weg der eigenen Heilung und auch der Heilung der Welt. Es gibt nie nur einen Weg, eine Möglichkeit – aber jeder findet Schritte, die zu ihm passen. Lebt so seinen ganz eigenen Traum, bringt seine Bestimmung ein in die Welt. Jeder ist wichtig und gehört dazu.

Mein Hof ist ein Platz, um den Traum zu leben. Für mich, mit anderen zusammen und für andere. Hier ist Raum für Menschen, die irgendwie nicht weiter wissen. Sie können neue Kraft tanken und aus dieser Kraft heraus Leben. Er ist ein Platz zum Dasein und zur Besinnung auf das, was wirklich wichtig ist.

Es braucht Unterstützung, damit das gelingt – ich brauche sie und ich gebe sie.


Ich wurde 1960 in Ostberlin geboren – da gab es kaum Möglichkeiten für meinen Kindheitstraum vom Leben mit Pferden. Als ich selber Kinder hatte, war es anders.  1992 zogen wir in die Uckermark und ein Leben mit Pferden begann. Die Pferde halfen mir, Lebenskrisen zu überwinden und ich hab durch sie viel gelernt.

Als Dipl. Sozialarbeiterin und Krankenschwester lernte ich Menschen in Lebenskrisen kennen, beschäftigte mich mit Beratungsarbeit, Mediation und Konfliktmanagement. Diese Erfahrungen und mein eigenes Lernen  durch die Pferde wollte ich verbinden. So machte ich eine Weiterbildung für Heilpädagogisches Begleiten mit Pferden und es entstand ein therapeutisch orientierter Pferdehof. Weiterbildungen zur psychologischen Beraterin, zur Wellnessmassagetherapeutin und in Klangmassage mit Klangschalen folgten. Den Kindheitstraum vom Leben mit Pferden hab ich verwirklicht und mich 2020 von den Pferden getrennt. Die Begeisterung war einfach weg – es ist Raum für Neues, der Pferdetraum war Teil eines größeren Traums.

Mein Leben war lange geprägt von Krisen und Verzweiflung. Krisen fühlen sich schlimm an und sind doch die beste Chance zum Wachsen. Durch Therapien und  Selbsterfahrungsseminare hab ich  verstanden, was mein Leben geprägt hat und vieles  verändert. Es war gut, in schweren Zeiten passende Unterstützung zu finden. Das war nicht leicht, mein Vertrauen zu mir und anderen war durch traumatische Erfahrungen weg. Durch diese eigenen Erfahrungen und gelerntes kann ich andere unterstützen.

Inzwischen weiß ich, warum ich immer wieder Außenseiterin unter Menschen bin und in bestimmten Situationen schnell meine Belastungsgrenze erreiche. Das Asperger-Syndrom (ein Bereich aus dem autistischem Spektrum) passt für mich. So verstand ich, was vieles schwer macht und kann meine Grenzen besser akzeptieren. Oberflächliche Gespräche, gerade in Gruppen verwirren mich. Die Themen wechseln und ich komme mit dem Verstehen nicht hinterher. Zu viele Eindrücke gleichzeitig überfordern mich, ich brauche die Konzentration auf eine Richtung, dann bin ich gut.

In Beratungsgesprächen helfen einige Aspergereigenschaften – ich habe kein schnell fertiges – und teilweise falsches – Bild von anderen. Das hilft zu verstehen, was wirklich ist. Durch Nachfragen helfe ich zu verstehen und Hintergründe zu erkennen.  Eingefahrene Muster stelle ich in Frage, rege zum Nachdenken über andere Möglichkeiten an und bringe neue Blickwinkel ein. Manchmal bleib ich an Details hängen und übersehe anderes. Ich bin froh, wenn ich darauf hingewiesen werde.

Verstehen, was ist, das akzeptieren und nicht bewerten ist ein Ausgangspunkt für Veränderungen. Meine Gäste können Dasein, wie sie sind, mit ihren Möglichkeiten  und Grenzen. Beides sehen und akzeptieren, neue Wege probieren – das ist kein leichter, aber ein guter Weg. Mit meinem Wissen und den Erfahrungen und kann ich andere bei ihrem Weg dazu begleiten.

Dasein Erlauben ist meine Bestimmung (also eine Art Auftrag, den habe und auch die Möglichkeit, in diese Richtung zu wirken). Es mir erlauben, unter Menschen auch als Außenseiterin Dazu sein, auch meine lang verdrängten Bedürfnisse Dasein lassen – das ist Herausforderung für mich. Für andere gelingt es leichter – sie Dasein lassen,  wie sie wirklich sind. Die Lebensträume dasein lassen, sich an ihnen orientieren, das Ziel im Blick haben – dann gelingt vieles. Sicher muss oft auch verstanden werden, was das bisher so schwer machte und auch das kann ich unterstützen.

Meine Bestimmung hilft, dass Unterdrücktes, Verbotenes Dasein darf, ins Bewusstsein dringt. Wie oft verbieten Menschen sich und anderen ihre Träume…. Es ist Zeit die Träume zu leben! Wenn ich mir die Welt ansehe, ist nicht mehr viel Zeit für einen grundsätzlichen Wandel zu anderen Werten.

In den letzten Jahren habe ich gemerkt, das es mehr gibt, als es so oberflächlich scheint. Hab eine Art von Glauben wiedergefunden, der in keine der Religionen passt. Die engen  oft ein und sind intolerant gegen andere. Lieder verbindet nichts so sehr, wie ein gemeinsames Feindbild – es wird Zeit, das Verbindende dahinter zu suchen und die Feindbilder zu verabschieden.

Viel allein zu machen ist eine Stärke von mir.  Ich merke auch, wie sehr ich mir mehr Gemeinschaft, wünsche. Gleichzeitig stoße ich dabei an meine Grenzen. Eine WG wäre denkbar. Nicht nur zusammen wohnen, sondern zum sich gemeinsam entwickeln.  Gemeinsam Träume leben, wachsen an den Alltagsschwierigkeiten, sich gegenseitig dabei unterstützen.

Seit 2020 bin ich im Verein „Mannaz-Dasein erleben“ und bin gespannt, wie sich die Mitarbeit dort und die Zusammenarbeit entwickelt. 2019 begann ich die Trainer und Coachingausbildung bei Heiko Kroy, die 2021 abgeschlossen sein wird.